Grundsätzlich dürfen alle Frequenzen genutzt werden, für die der Funkamateur die Lizenz hat.
Outdoor-Aktivitäten wie SOTA, POTA, TOTA etc. sind meist hier zu finden:
40-Meter-Band: Besonders für den Nahbereich geeignet (NVIS)
CW: 7.028 - 7.040 MHz Anruf: 7.030 MHz (QRP)
SSB: 7.090 - 7.200 MHz Anruf: 7.090 MHz (QRP)
20-Meter-Band: für weltweite Verbindungen (DX)
CW: 14.055 - 14.065 MHz Anruf: 14.060 MHz (QRP)
SSB: 14.125 - 14.300 MHz Anruf: 14.285 MHz (QRP)
2-Meter-Band:
CW: Anruf: 144.060, 144.138 MHz
SSB: Anruf: 144.300 MHz
FM: Anruf: 145.525 (S21), aber auch 145.500 (S20), 145.550 (S22), 145.575 (S23) MHz
Die empfohlen Rufweisen für TOTA sind
auf CW „CQ TOTA“
im Sprechfunk „CQ Towers On The Air call“, oder verkürzt „CQ TOTA call“.
Um für ein TOTA-Diplom gültig zu sein, muss das QSO folgendes beinhalten:
Rufzeichen,
Rapport,
Namen und
QTH enthalten.
Der Name des Turms und/oder dessen Referenznummer des Turms anzugeben (z.B. OER-1234 Ausssichtsturm Weiter Blick) müssen nicht angegeben werden.
Es ist aber durchaus wünschenswert - auch um das Programm bekannter zu machen.
Bei Contesten oder im Ausland wird der Turmname und die Referenznummer nicht angegeben.
In der Betriebsart CW müssen Name und QTH nicht übermittelt werden.
Als Jäger, wenn du also nicht selbst auf oder bei dem Turm warst, sondern mit einem Turm ein QSO geführt hast, brauchst du gar nicht weiter zu tun.
Warst du auf oder bei einem Turm (also ein Aktivierer), dann solltest du dein Log auf wwtota.com hochladen.
Dazu werden unter Upload mehrere Möglichkeiten angeboten.
Hallo YL's und OM's
... bedeutet Spaß am Funken und an der frischer Luft mit wenig Aufwand.
Für den Anfang reicht ein Handfunkgerät, FM für 2m und 70cm, eventuell noch ein Glasfasermast (7-10 m) und zum Beispiel eine T2LT Antenne to go - und los geht’s.
Will man auch auf Kurzwelle arbeiten, sind sowohl QRP Geräte (meist 5 bis 20 W) mit kleinen Batterien, als auch 100 Watt Geräte mit größeren Batterien, üblich.
Bei CW und digitalen Betriebsarten ist eine Leistung von 5W bis 20W ausreichend, bei SSB eine Leistung von mindestens 20W aufwärts zu empfehlen - besonders bei den ersten Schritten.
Je nach Begebenheit ist ein Glasfiebermast und eine geeignete Antenne zu wählen - hier bieten sich viele Möglichkeiten zum Experimentieren. Mit der Zeit eignet man sich dann ein gewisses Händchen für die richtige Antenne an.
Und wenn das Werkel läuft, was brauch ich noch?
Das Logbuch
Es gibt dafür die Möglichkeiten auf Papier zu schreiben, Apps für Mobiltelefon oder Tablet für verschiedene Betriebssysteme oder online-Logger.
Papier Log – Unabhängig von den anderen Möglichkeiten sollte man sich ein System aneignen, das für Notfälle wie Batterie leer, kein Empfang am Handy, Wildschwein kommt, gewappnet zu sein. Dann kann dieses System für ein Offline Log Gold wert sein.
Mobil Log für Mobiltelefon und Tablet - Hier gibt es eine Vielzahl von Apps, je nach Geschmack, jedoch haben sich manche, je nach Aktivtät etabliert.
So etwa PoLo, der Portable Logger von HAM2K, wo mehrere Aktivitäten gearbeitet werden können wie TOTA, SOTA, POTA und andere
Online Log - Auf der Webpage wwtota.com gibt es verschiedene praktische Tools. Mit TowerLog kann sowohl online als auch über eine kleine Applikation direkt auf TOTA geloggt werden. Weitere Features sind der Tower Navigator, eine Navigationshilfe oder der TOTA Cluster zum spotten.
Wichtig ist jedenfalls, nach Beenden der Aktivität das LOG in TOTA zu laden.
Das braucht bei TOTA übrigens nur der Aktivierer machen, der Jäger muss keine Daten hochladen.
Bei externen Log-Programmen wird meist ein sogenanntes ADI-File erzeugt. Dieses kann dann auf wwtota.com unter Uploads hochgeladen werden.
Nach Drücken der blauen Schaltfläche "ADIF importieren" wählt man die zuvor erstellte .adi Datei aus und importiert diese in das TOTA-Log
Auch beim online-Log ist zu beachten, dass dieser - ebenfalls unter Uploads (ganz unten) - geprüft und freigeschaltet werden muss.
Hat alles funktioniert erscheint grün die Anzeige der geführten QSOs - und man ist stolzer Aktivierer eines Turms.
Der Rucksack
Der Rucksack muss immer an die zu erwarteten Verhältnisse und gewünschten Ergebnisse angepasst werden. Dabei sollen alle Eventualitäten berücksichtigt werden, aber auch an das Gewicht gedacht werden. Nicht jeder hat ein Kamel zur Verfügung HI
Was muss also hinein, in den Rucksack:
Natürlich ein Funkgerät: QRP oder 100W-Power? Kurzwelle und/oder VHF/UHF?
Dazu passende Akkus und eventuell Adapter für diese
Antennen, ja meist mehrere, man kennt ja die Aufstellbedingungen nicht oder will vielleicht auch Neues ausprobieren
Brauche ich dazu einen Glasfasermast? Wie lange soll er sein? Wie schwer darf er sein? Wie befestige ich ihn?
Für manche Funkgerät-Antennen-Kombination braucht es vielleicht einen Tuner
QRP und trotzdem mehr Leistung. Dann auch einen Verstärker
Auch diese Geräte brauchen Strom und Versorgungskabeln
Apropos Kabeln: Geeignete Antennenkabeln zwischen den Geräten. Sechs bis 10 m für die Hauptleitung reichen aus.
Auf notwendige Antennenadapter nicht vergessen!
Zum Abstimmen der Antenne eventuell einen VNA?
Ohne Mobiltelefon geht heute ohnehin niemand mehr aus dem Haus. Aber auf das Papierlog und Schreibzeug kann man schon mal vergessen.
Aber nicht nur an den Funkbetrieb muss gedacht werden:
Verpflegung, den Funken macht hungrig und durstig
ev. Regen- und/oder Sonnenschutz
Insektenschutz (Gelsen, Zecken..)
Erste Hilfe
Sicher fehlen hier noch ein paar Punkte aber einen Tipp habe ich noch:
Anfangs ist es von großen Nutzen, mit einem/einer erfahrenen OM oder YL mitzugehen um einmal zu sehen, wie denn das so geht, das Funken am Turm, am Gipfel im Park...
Auch hier gilt:
Dadurch, dass wir nur zusammen funken können, wird das allgemeine Wissen gerne weitergeben. Habt keine Scheu, Fragen zu stellen. Und, auch die älteren Semester lernen noch gerne dazu.
Dieser Beitrag wurde von Josef, OE3BIY und Mario, OE3KXM zusammengestellt. Beide sind Newcomer und trotzdem schon erfahrene POTA & TOTA Aktivierer. Zudem sind sie Newcomer-Referenten beim BARC, dem Burgenländischen Amateur Radio Club des ÖVSV.